Die Fachhochschulreife ist neben der Hochschulreife der zweithöchste Schulabschluss in Deutschland. Sie kann in verschiedenen Bildungseinrichtungen, auch auf dem zweiten Bildungsweg, erworben werden. Wer die allgemeine Fachhochschulreife hat, der darf an jeder Fachhochschule in Deutschland studieren.
Doch was ist das Fachabitur überhaupt? Es gibt heute noch verschiedene Begriffserklärungen. Früher galt die fachgebundene Hochschulreife als Fachabitur, heutzutage wird es in vielen Bundesländern ganz offiziell als Begriff für die allgemeine Fachhochschulreife benutzt.
Wege zum Fachabitur sind unter anderem der Besuch der Gymnasialen Oberstufe, berufliche Schulen wie die FOS oder das Berufskolleg oder eben auf dem zweiten Bildungsweg in der Abendschule. Grundsätzlich ist zu bemerken, dass es in fast jedem Bundesland andere Schulformen gibt, weshalb die Darstellung aller Wege zur Fachhochschulreife sehr komplex ist.
Für viele Jugendliche und auch Eltern stellt sich seit jeher die Frage: Was ist besser? Fachhochschulreife oder Abitur? Es gibt natürlich einige Unterschiede zwischen diesen beiden Abschlüssen, die Vor- und Nachteile mit sich bringen. Am Ende jeder Überlegung muss aber jeder selbst entscheiden, welcher der richtige Weg ist.
Das Abitur ist der höchste Schulabschluss in Deutschland. Mit Abi kann man an jeder Hochschule in Deutschland studieren. Es ist also egal, ob an der Universität, Fachhochschule oder Berufsakademie. Mit dem Abitur kann man alles machen – muss aber auch länger zur Schule gehen. In der Regel muss man für das Abi 12 oder 13 Jahre zur Schule gehen.
Die Fachhochschulreife, oder im Umgangssprachlichen Fachabitur genannt, ist nach dem Abitur der zweithöchste Bildungsabschluss. Das Fachabitur besteht aus einem schulischen und einem berufsbezogenen Teil. Den schulischen Teil des Fachabis erwirbt man nach der 12. Klasse des Gymnasiums, der Gesamtschule oder anderen höheren Schulen.
Der berufsbezogene Teil des Fachabiturs kann aus verschiedenen Teilen bestehen. Auch das kommt wieder auf das Bundesland an, in dem man lebt. Entweder muss man ein halb- oder einjähriges Berufspraktikum absolvieren, oder man verfügt über eine abgeschlossene Berufsausbildung.
Grundsätzlich darf man mit dem Fachabitur nur an Fachhochschulen studieren. Sie sind im Vergleich zu Universitäten oft verschulter. In einigen Bundesländern dürfen aber auch viele Studiengänge an Universitäten mit dem Fachabitur besucht werden.
Bevor man die Entscheidung zwischen Fachabitur oder Vollabitur trifft, sollte man sich darüber im Klaren sein, was man überhaupt studieren will bzw. welche berufliche Laufbahn man einschlagen will. Denn eins muss klar sein: Bestimmte Studiengänge lassen sich nur mit Abitur und an Universitäten studieren. Das heißt, nur mit Abitur kann man Arzt, Lehrer oder Jurist werden. Die Uni und die Fachhochschule unterscheiden sich auch in ihrer Arbeitsweise enorm. An der Universität wird theoretisch und wissenschaftlich gearbeitet, denn Lehren und Forschen ist der Hauptauftrag der Uni. An der Fachhochschule wird dagegen praxisorientierter und berufsbezogener ausgebildet.