Öffentliche Schulen lehren nicht genug, Privatkochschulen lehren Umgang mit Kombidampfer

Die CDU/CSU ist gegen Ganztagsschulen, weil dann ja die Mutter auf die asoziale Idee kommen könnte, wie die Frauen in Finnland oder Frankreich arbeiten zu gehen, und das ist natürlich unchristlich. Und da man fürchtet, die deutsche Frau würde es doch machen, nimmt man ihr die Entscheidung ab, indem man die Kinder eben um 13 Uhr nachhause schickt. Die deutsche Frau dankt es teils dadurch, daß sie keine Kinder mehr in die Welt setzt. Gegen die Gesamtschule ist die Union auch, denn das ist ja Sozialismus. Daß dieser Sozialismus in allen Ländern der Erde außer den Pisa-Mittelmaßländern D, Ös und Schweiz  herrscht, einschließlich den “sozialistischen” USA und allen Pisa- Siegerländern, will keiner hören.

Viel einfachere Situationen herrschen im Kochschulbereich. Man lernt, gegen ein kleines Entgeld, mit Kombidampfern umzugehen, und diese im täglichen Gebrauch einzusetzen. Kombidampfer (Kombidampfer: Kombi von Kombination, Dampfer von Dampf) sind einfach zu gebrauchen und machen keine Probleme. Kombidampfer sind sogar förderlich für den Exportweltmeister Deutschland. Im Fazit: Private Kochschulen sind ein Plus für die BRD.

Studiengänge

Es gibt zahllose verschiedene Studiengänge. Diese unterschieden sich zuallererst in der Fachrichtung und auch im Abschluss.
Die Bologna-Reform hat die alten Diplom- und Magisterabschlüsse hinfällig werden lassen. Neben den Staatsexamen, die es (noch) weiterhin vor allem in Medizin und Jura gibt, dominieren Bachelor- und Masterstudiengänge die deutsche Hochschullandschaft.

Bachelor

Als erster berufsqualifizierender Abschluss bietet der Bachelor eine grundlegende akademische Ausbildung im gewählten Studiengang. Je nach Fachrichtung unterscheidet sich auch der Bachelor-Grad.
In den Geistes- und Gesellschaftswissenschaften wird in der Regel der Bachelor of Arts (B.A.) verliehen.
In den Naturwissenschaften und häufig auch in den Wirtschaftswissenschaften lautet das Ziel: Bachelor of Science (B. Sc.).
Um den alten Dipl.Ing. trauert die Ingenieurszunft und muss sich an den Bachelor of Engineering (B. Eng.) gewöhnen.
Mit den Bachelorabschlüssen hat sich die Hochschullandschaft weiter ausdifferenziert. Es gibt neben den klassischen Studiengängen immer häufiger Spezialisten- und sogar Exotenfächer.
Ein beliebter Ausspruch besagt, dass man eigentlich alles studieren könne. So zum Beispiel „Abfallwirtschaft“ oder „Technische Logistik“.

Master

Master lassen sich vor allem in konsekutive und nicht-konsekutive Masterprogramme unterscheiden.
Konsekutive Master schließen an einen fachähnlichen Bachelor an und vertiefen vor allem die bereits erlangten Fähigkeiten und Methodenkenntnisse. Häufig erlaubt der Master auch interessante Kombinationen zu verwandten Disziplinen. So Kann sich ein Biologe etwa auf Biochemie spezialisieren oder ein Ökonom eine Kombination mit Wirtschaftsrecht wählen.

Nicht-konsekutive Master dagegen bauen nicht auf einen speziellen Bachelor auf, sondern vermitteln hingegen Grundlagen eines fachfremden Gebietes. Sehr beliebt ist hierbei der MBA (Master of Business Administration) für Nicht-Wirtschaftswissenschaftler. Aber auch in anderen Bereichen werden nicht-konsekutive Master angeboten.

Fächer

Die Fächervielfalt an deutschen Hochschulen ist, wie gesagt, sehr groß.
Die klassischen Disziplinen sind Medizin, Jura und Theologie. Diese wurden zuerst an Universitäten gelehrt und haben einen konkreten Berufsbezug.
Darüber hinaus gibt es zahlreiche Geisteswissenschaften, die gerade nicht auf eine bestimmte Tätigkeit vorbereiten. So studieren zum Beispiel Philologen (Sprachwissenschaftler) zwar eine Sprache und dazugehörige Kultur – ein konkretes Berufsbild leitet sich daraus aber nicht direkt ab.
Ähnlich verhält es sich auch bei den Sozialwissenschaften, also Soziologie und Politikwissenschaften. Diese beschäftigen sich mit der Gesellschaft, ihren Institutionen und Prozessen. Tätig sind deren Absolventen häufig in Verbänden und öffentlichen Einrichtungen.
Natur-und Ingenieurswissenschaften dagegen bereiten auf ein deutlich konkreteres und häufig auch lukrativeres Berufsbild vor.
Die Wirtschaftswissenschaften, insbesondere BWL (Betriebswirtschaftslehre) vermitteln Kenntnisse, um in Unternehmen Führungspostionen einnehmen zu können.

Wer noch vor der Entscheidung steht, welchen Studiengang er belegen möchte, der möge zur Berufsberatung der Arbeitsagenturen gehen oder einfach in ein (kommentiertes) Vorlesungsverzeichnis einer größeren Universität oder Fachhochschule schauen.

Berufsbildenden Schulen

Das öffentliche Schulsystem in unserem Land besteht aus zwei festen Grundpfeilern der Bildung. Die allgemeinbildenden Schulen können direkt und ausschließlich zu den jeweils angestrebten Schulabschlüssen führen. Dazu gehören der Hauptschulabschluss, die Mittlere Reife und die Allgemeine Hochschulreife, bzw. das Abitur. Die berufsbildenden Schulen unterscheiden sich von den allgemeinbildenden Schulen durch andere Ausgangssituationen der Schüler. Sie erlauben aufgrund eines berufsübergreifenden Konzeptes höhere berufliche und soziale Kompetenzen und schaffen zusätzlich die Möglichkeit, Abschlüsse, die auf den allgemeinbildenden Schulen nicht erreicht wurden, nachzuholen.
Der Begriff der berufsbildenden Schule steht für eine Organisationsgemeinschaft verschiedener berufsbildender Schulen wie die Berufsschule, die Berufsfachschule, die höhere Berufsfachschule, die Fachoberschule und dem Beruflichen Gymnasium.
Eine Ausbildung in einem Betrieb erfolgt über 2 bis 3,5 Jahre, wird von einem schulischen Unterrichtsprogramm in der dem Ausbildungsberuf zugehörigen Berufsschule begleitet und endet mit einem berufsqualifizierenden Abschluss.
Neben diesem dualen Ausbildungssystem, gibt es zum einen auch noch die einjährigen Berufsfachschulen, in der der angestrebte Beruf teilweise oder auch vollständig erlernt werden kann und die zweijährigen Berufsfachschulen, in denen es um weiterführende schulische Qualifikationen geht. Darüber hinaus gibt es viele Berufe, die den Besuch einer mehrjährigen berufsqualifizierenden Berufsfachschule notwendig machen.
Die Fachschule bietet Absolventen einer allgemeinbildenden Schule mit einer ersten beruflichen Qualifikation eine Möglichkeit der beruflichen Spezialisierung und eine weiterführende theoretische Vertiefung des gesammelten Berufsfachwissens, z. B. im Bereich der Kranken- oder Altenpflege.
Die Fachoberschule wiederum ermöglicht den Absolventen die Fachhochschulreife und das berufliche Gymnasium die allgemeine Hochschulreife, bzw. das Abitur. Danach stehen Tür und Tor offen für eine weiterführende berufsbezogene Fortbildung oder einem Studium an einer Fachhochschule, bzw. einer Hochschule.
Schulabgänger, die keine Lehrstelle gefunden haben, können oder müssen ein Berufsgrundbildungsjahr (BGJ) oder ein Berufsvorbereitungsjahr (BVJ) an einer berufsbildenden Schule (in diesem Fall Berufsschule) absolvieren. In einigen Bundesländern haben Schulabgänger unter 17 Jahren die Pflicht ein solches Jahr durchzuführen. Ab dem 18. Lebensjahr erlischt diese Pflicht und es steht dem Jugendlichen frei ein solches Jahr zu absolvieren oder aber auch ein begonnenes Jahr jederzeit abzubrechen. Die Schüler suchen in dieser Zeit oft vielfältige Schülerjobs, um das entsprechende Geld für ihre Aktivitäten zu haben. Die Anerkennung des BGJ auf die spätere Ausbildungszeit ist abhängig vom jeweiligen Bundesland.
Das Berufsvorbereitungsjahr ist ein vorbereitendes Jahr und wird nicht auf die eventuell anschließende Ausbildungszeit angerechnet.
Allerdings kann in diesem Jahr ein fehlender Hauptschulabschluss nachgeholt werden, um so die Aussichten auf einen Ausbildungsplatz zu verbessern.

Montessorischulen

Wer sein Kind nach den pädagogischen Grundsätzen von Maria Montessori erziehen lassen möchte, hat schon ab dem Kindergarten die Möglichkeit, diesen Weg zu wählen, aber auch die Dichte an Montessori Grundschulen nimmt immer mehr zu.
Weiterführende Schulen arbeiten inzwischen stellenweise mit einem Strang pro Jahrgang, der nach der Montessori-Pädagogik ausgerichtet ist oder bieten im Stundenplan fest verankerte Möglichkeiten zur Freiarbeit.
Der Leitsatz der Montessori-Pädagogik lautet: „Hilf mir, es selbst zu tun!“.
Montessorischulen gehen davon aus, dass jedes Kind als individueller Teil des gesamten Kosmos mit Fähigkeiten zur Welt kommt, die es von sich aus erproben und ausbauen möchte.
Der angeborene Wille zum Lernen wird also in der Montessoripädagogik nicht durch Frontalunterricht des Lehrers in starre Bahnen gelenkt. Die Lehrer verstehen sich in diesem System als beratende Helfer, die jedem einzelnen Schüler durch Anbieten ausgewählter Lernmittel die Möglichkeit geben, sich den Stoff durch Ausprobieren und Erfahren selbst zu vermitteln.
Dabei geht die Montessorischule davon aus, dass die Entwicklung zu einer selbstständigen, wissbegierigen Person der wichtigste Lernerfolg ist, der andere Erfolge nach sich zieht. Das Lernen selbst zu lernen ist der Weg, um Kinder zu unabhängigen und selbstständigen Persönlichkeiten heran zu bilden.
Dabei hat ein ausgebildeter Montessoripädagoge genau im Blick, was jedes einzelne Kind jetzt seiner Entwicklung nach lernen kann und auch sollte.
Herausforderungen anzunehmen und auch harte Nüsse zu knacken ist Teil des Montessorikonzeptes, das gewährleisten soll, dass Kinder sich durch Selbsterfahrung den gängigen Schulstoff aneignen.
Jeder Schüler soll das Prinzip verinnerlichen, dass er sich für jede Stunde selbst Lernziele steckt. Der Sorge vieler Eltern, dass Kinder bei freier Auswahl, was sie sich aneignen möchten, Bildungslücken bekommen, die den späteren Einstieg ins Berufsleben erschweren, wird entgegen gewirkt, indem die Lehrer gefordert sind, den Schülern Themen, die sie gern umschiffen, immer wieder neu anzubieten und das Thema so zu variieren, dass der einzelne Schüler einen Zugang zum Stoff findet.
Um den Schülern eine Orientierungshilfe zu geben und sie zur Leistung zu motivieren, werden Wochen- oder Monatspläne erstellt, auf denen die Kinder ihre eigenen Lernerfolge dokumentieren und auch sehen können, wo sie noch Nachholbedarf an Förderung haben.
Hierbei ist der gesunde Wettbewerb und der Vergleich mit gleichaltrigen, aber auch älteren Mitschülern wichtiger im Empfinden der Kinder als die Beurteilung durch den Lehrer.
Gerade jüngere Kinder bekommen an der Montessorischule die Möglichkeit, durch Nachahmung praktisch zu lernen, während die älteren Selbstbewusstsein und Anerkennung daraus schöpfen, soziale Verantwortung für jüngere Schüler zu übernehmen.

Waldorfschulen

Obwohl das System der Waldorfschulen immer wieder auch die Regelschulen beeinflusst, steht die Waldorfschule den normalen Grundschulen und weiterführenden Schulformen in vielen entscheidenden Ansätzen genau gegenüber.
Die Waldorfschule legt Wert darauf, die Klassengemeinschaft von der ersten bis zur 12. Klasse nicht auseinander zu reißen, sondern den Kindern die Möglichkeit zu geben, in einem festen Klassenverband ihre sozialen Kompetenzen zu erproben und zu erweitern, und so nicht nur den nötigen Schulstoff in allen wichtigen Fächern, sondern auch das „wahre Leben“ in der Gemeinschaft zu erlernen.
Noten im herkömmlichen Sinne werden nicht erteilt, die Zeugnisse sind eher transparente Beurteilungen über die erworbenen Fähigkeiten, Stärken und Schwächen der Schüler.
In diesem festen Klassenverband ist also Sitzen bleiben nicht möglich. Dadurch soll vermieden werden, dass in den einzelnen Klassen selektiert wird, denn nach der Waldorfpädagogik sind sowohl starke, als auch schwächere Schüler wichtig für die Entwicklung aller Kinder.
Kinder mit schneller Auffassungsgabe können so ihr Wissen vertiefen, indem sie leistungsschwächeren Schülern den Unterrichtsstoff in gemischten Arbeitsgruppen näher bringen, schwächere Schüler können profitieren, weil sie nicht immer auf den Lehrer als einzige Bezugsperson angewiesen sind und sich unter Gleichaltrigen freier erproben können.
Auf Lehrbücher wird in der Waldorfschule weitestgehend verzichtet, da die Kinder dazu angehalten werden, selbst kreativ zu werden und eigene Lernbücher zum aktuellen Unterrichtsthema zu erarbeiten.
Ein wichtiges pädagogisches Mittel der Waldorfschulen ist der Epochenunterricht, bei dem in den Fächern, in denen es möglich ist, den Stoff in einzelne Sachgebiete einzuteilen, in Blöcken zum einzelnen Thema unterrichtet wird.
Fächer wie Fremdsprachen, die regelmäßiges Üben erfordern, werden in kontinuierlichen Fachstunden erteilt.
Auch Computer haben inzwischen im Sinne der ganzheitlichen Vorbereitung auf das Leben in den Waldorfschulen Einzug gehalten, allerdings kommen diese erst ab der neunten Klasse zum Einsatz. Jüngeren Schülern soll erst die Möglichkeit gegeben werden, ihre Umwelt durch echte Sinneserfahrungen zu erleben und begreifen, bevor sie sich dem Virtuellen zuwenden.
Auf künstlerische Entwicklung und praktische, handwerkliche Erprobung der eigenen Fähigkeiten wird viel Wert gelegt. Die Entfaltung der eigenen Persönlichkeit steht in der Waldorfpädagogik immer im Vordergrund.
Trotzdem ist der Unterricht so gestaltet, dass die Schüler die Waldorfschule mit der mittleren Reife, der Fachhochschulreife oder dem Abitur abschließen.
Das Konzept der Waldorfschule sieht vor, dass die Eltern der einzelnen Schüler sich intensiv in den schulischen Werdegang der Kinder mit einbringen. Dazu gehört auch eine teilweise Übernahme der Finanzierung, die sich jedoch nach dem Einkommen der Eltern richtet.

Nachhilfe – wie das passende finden?

Die Frage, wo und wie man die passende Nachhilfe für sein Kind findet, ist gar nicht mal so leicht zu lösen. Jedes Kind ist anders und hat andere Probleme.

Der eine Sohn ist ein Zappelphillip, der intelligent genug wäre, seine Aufgaben zu verstehen – nur kann er sich nicht konzentrieren und ist ständig abgelenkt. Er springt auf und will spielen. Dann hat er etwas Wichtiges vergessen oder eine Idee. Es ist schwer, ihn zum konzentrierten Lernen zu bringen. Länger als fünf Minuten hält es ihn nicht am Platz. Der andere Sohn ist ein langsamer Denker. Bevor der Groschen endlich fällt, vergeht viel Zeit. Man muss ihm alles x-mal erklären und hat oft das Gefühl, er ist überfordert. Unsere Tochter scheint alles im Schlaf zu verstehen, denn die Schularbeiten macht sie praktisch im Fluge – nur in Physik hat sie einen totalen Blackout! Zwei Fünfen und eine Depression haben uns klar gemacht, dass etwas geschehen muss. Das Mädel ist frustriert und nicht gewohnt, Schulprobleme zu haben. Sie nagen an ihrem Selbstwertgefühl. Für alle drei ist Nachhilfe die Lösung – aber sie zur selben Nachhilfe-Institution zu schicken, erscheint uns nicht richtig. Was wir brauchen, sind individuelle Konzepte. Der eine Junge muss erst einmal lernen, still zu sitzen und sich zu konzentrieren, der andere muss hingegen irgend etwas machen, damit er besser denken kann – und unser Mädel braucht jemanden, der ihr über die Blockade hinweg hilft. Ihnen geht es bestimmt ganz ähnlich!

In vielen Städten findet man Nachhilfelehrer in den Zeitungen, es gibt zahlreiche Angebote der Schülerhilfe. Eltern können auch nicht alles leisten, zumal oft beide berufstätig sind. Bundesweite Nachhilfe-Börsen im Internet informieren einen über die Angebote – aber letzlich springt man ins kalte Wasser. Was gebraucht wird, ist jemand der fachlich versiert ist und menschlich auf das Kind eingehen kann. Mit Wissen einbläuen alleine ist es ja nicht getan! Es sind oft die Motivation und das Temperament, die Förderung brauchen! Unsere Nachbarn versuchen es gerade mit Computer-Lernprogrammen zur Nachhilfe und kaufen ihrem Sohn alle erdenklichen Lernhilfen in Buchform. Der arme Junge! Lernen sollte Freude machen und ein Erfolgserlebnis sein. Die passende Nachhilfe beflügelt und sorgt dafür, dass man nach einer Weile auf eigenen Füßen steht! Unserer Tochter werden wir vermutlich eine Physikstudentin suchen, unser Zappelphillip soll sich erst einmal spielerisch austoben und dann zur Schülerhilfe gehen – und unser Träumerle wird mit Denksportaufgaben wach gemacht, bevor es an die Schularbeiten geht.

Fachhochschulreife

Die Fachhochschulreife ist neben der Hochschulreife der zweithöchste Schulabschluss in Deutschland. Sie kann in verschiedenen Bildungseinrichtungen, auch auf dem zweiten Bildungsweg, erworben werden. Wer die allgemeine Fachhochschulreife hat, der darf an jeder Fachhochschule in Deutschland studieren.
Doch was ist das Fachabitur überhaupt? Es gibt heute noch verschiedene Begriffserklärungen. Früher galt die fachgebundene Hochschulreife als Fachabitur, heutzutage wird es in vielen Bundesländern ganz offiziell als Begriff für die allgemeine Fachhochschulreife benutzt.

Wege zum Fachabitur sind unter anderem der Besuch der Gymnasialen Oberstufe, berufliche Schulen wie die FOS oder das Berufskolleg oder eben auf dem zweiten Bildungsweg in der Abendschule. Grundsätzlich ist zu bemerken, dass es in fast jedem Bundesland andere Schulformen gibt, weshalb die Darstellung aller Wege zur Fachhochschulreife sehr komplex ist.

Für viele Jugendliche und auch Eltern stellt sich seit jeher die Frage: Was ist besser? Fachhochschulreife oder Abitur? Es gibt natürlich einige Unterschiede zwischen diesen beiden Abschlüssen, die Vor- und Nachteile mit sich bringen. Am Ende jeder Überlegung muss aber jeder selbst entscheiden, welcher der richtige Weg ist.

Das Abitur ist der höchste Schulabschluss in Deutschland. Mit Abi kann man an jeder Hochschule in Deutschland studieren. Es ist also egal, ob an der Universität, Fachhochschule oder Berufsakademie. Mit dem Abitur kann man alles machen – muss aber auch länger zur Schule gehen. In der Regel muss man für das Abi 12 oder 13 Jahre zur Schule gehen.

Die Fachhochschulreife, oder im Umgangssprachlichen Fachabitur genannt, ist nach dem Abitur der zweithöchste Bildungsabschluss. Das Fachabitur besteht aus einem schulischen und einem berufsbezogenen Teil. Den schulischen Teil des Fachabis erwirbt man nach der 12. Klasse des Gymnasiums, der Gesamtschule oder anderen höheren Schulen.
Der berufsbezogene Teil des Fachabiturs kann aus verschiedenen Teilen bestehen. Auch das kommt wieder auf das Bundesland an, in dem man lebt. Entweder muss man ein halb- oder einjähriges Berufspraktikum absolvieren, oder man verfügt über eine abgeschlossene Berufsausbildung.
Grundsätzlich darf man mit dem Fachabitur nur an Fachhochschulen studieren. Sie sind im Vergleich zu Universitäten oft verschulter. In einigen Bundesländern dürfen aber auch viele Studiengänge an Universitäten mit dem Fachabitur besucht werden.

Bevor man die Entscheidung zwischen Fachabitur oder Vollabitur trifft, sollte man sich darüber im Klaren sein, was man überhaupt studieren will bzw. welche berufliche Laufbahn man einschlagen will. Denn eins muss klar sein: Bestimmte Studiengänge lassen sich nur mit Abitur und an Universitäten studieren. Das heißt, nur mit Abitur kann man Arzt, Lehrer oder Jurist werden. Die Uni und die Fachhochschule unterscheiden sich auch in ihrer Arbeitsweise enorm. An der Universität wird theoretisch und wissenschaftlich gearbeitet, denn Lehren und Forschen ist der Hauptauftrag der Uni. An der Fachhochschule wird dagegen praxisorientierter und berufsbezogener ausgebildet.

Privatschulen

Als Privatschulen werden alle Schulen bezeichnet, die nicht vom Staat, sondern von privaten Organisationen getragen werden. Sie entstehen als Alternative zu den staatlichen Schulen des Landes und bieten Schülern und Eltern eine Anlaufstelle, die sich von diesen unterscheidet. Gründe für die Wahl einer Privatschule sind beispielsweise alternative Lernkonzepte oder die religiöse Weltanschauung.

Ersatzschulen
Die Ersatzschule ist eine Schule in privater Trägerschaft, die von schulpflichtigen Kindern und Jugendlichen besucht werden darf. Dazu benötigt sie die staatliche Anerkennung als gleichgestellte schulische Einrichtung.
An der Ersatzschule werden grundsätzlich alle Inhalte vermittelt, die auch eine vergleichbare staatliche Einrichtung unterrichtet. So gibt es beispielsweise private Gesamtschulen oder Gymnasien, die mit einem Abitur enden, das dem an der staatlichen Schule erworbenen Abschluss gleichgestellt ist.
Abschlussprüfungen dürfen nur in einigen Bundesländern direkt von der Ersatzschule durchgeführt werden. Diejenigen Schulen, die in Eigenregie die Abschlussprüfung durchführen dürfen, müssen sich dabei jedoch nach den Vorgaben des Kultusministeriums richten. In den übrigen Bundesländern müssen Schüler die Externenprüfung ablegen, um ihren Abschluss zu erhalten.
Zu den Ersatzschulen werden beispielsweise die Freien Waldorfschulen gezählt, die nach alternativem Lernkonzept arbeiten. Als Privatschule in diesem Sinne gilt jedoch auch jede andere Schule, die durch eine Organisation getragen wird – beispielsweise die bekannte Odenwaldschule, die Schule Schloss Salem oder das über die Grenzen NRWs hinaus bekannte Bischöfliche Abtei-Gymnasium in Duisburg.

Ergänzungsschulen
Als Ergänzungsschule werden meist diejenigen privaten Einrichtungen bezeichnet, die nicht den gleichen Status wie die Ersatzschule haben. Schüler, die sie besuchen, erfüllen nicht die Schulpflicht – Ausnahmen gelten in Nordrhein-Westfalen. In einigen Bundesländern können Schüler von der Schulpflicht befreit werden, um eine Ergänzungsschule besuchen zu können.
Viele private Schulen dieser Form ermöglichen eine Berufsausbildung, die es an staatlichen Schulen nicht gibt. Dazu gehören etwa Schauspielschulen und Dolmetscherschulen.

Status der Privatschulen
In Ländern wie Großbritannien oder ehemaligen britischen Kolonien gelten Schüler von Privatschulen als Bildungselite des Landes. Führende Schulen, beispielsweise die britische Shrewsbury School, die auch Charles Darwin besuchte, sind über die Landesgrenzen hinaus renommiert.
Deutschland hingegen besitzt zwar Privatschulen, die jedoch keinen solchen Grad der Anerkennung erreichen. Bekannt sind sie durchaus, vor allem aber unter den jeweiligen Privatschülern selbst oder in der Region. Nur wenige Privatschulen erreichen jemals einen bundesweit hohen Anerkennungsgrad, wie etwa Schloss Salem.
Einige Privatschulen in Deutschland verlangen eine hohe Schulgebühr, was den Besuch zusätzlich exklusiver macht. Davon ausgenommen sind lediglich die bischöflich oder kirchlich geführten Schulen, die meist vom Bistum alleine mit staatlicher Beihilfe finanziert werden.

Sonderschule – Das etwas andere Förderungsprogramm

Für manche Eltern kommt die Diagnose überraschend, für manche erwartend- mein Kind wird eine Sonderschule besuchen. Da stellt sich für viele Menschen die Frage, aber was ist das eigentlich?
Vorurteile überschatten dieses Möglichkeitsspektrum an Förderung, denn genau das ist eine Sonderschule.
Eine Institution Ihr Kind nach allen erdenklichen Möglichkeiten zu fördern und so weit wie möglich zu einem selbstständigen Leben zu verhelfen.
Für jedes Kind wird ein ausführlicher und regelmäßig erneuerter Förderplan erstellt, der die Bereiche, soziale Förderung, geistige Förderung und einfache alltägliche Handlungsgänge beinhaltet.
Dieses Vorgehen scheint für viele, die nur die Regelschulen kennen, sehr ungewöhnlich und sogar fast unmöglich.
Aber an einer Sonderschule gibt es keine Klassen mit 30 Kindern und einer Lehrperson, die vorne steht. Sondern vielmehr beträgt die Höchstgrenze an Schülern einer Förderschulklasse, 12 Kinder. Normal sind aber eher 8 bis 10 Kinder, je nach Behindertengrad. Zu dem Klassenteam gehören jeweils 2 Sonderpädagogen, also die Lehrer, welche die Kinder intensiv während des Unterrichts betreuen, je nach Bedarf Fachlehrer und Integrationshelfer, die in besonders schwerwiegenden Fällen einem einzelndem Kind die Teilnahme an dem Unterricht, mitsamt der Pflege möglich machen.
Die Kinder werden während der Unterrichtsphase in verschiedene Gruppen eingeteilt, da jedes Kind verschiedene Erwartungsziele hat. So ist es im Unterrichtsfach für das eine Kind möglich die Zahlen zu lernen, zu addieren und subtrahieren, für andere Kinder ist es aber eher ein Erfolg, Zahlenmengen zu verstehen und zu entscheiden, was viel und wenig ist.
Aber auch lebenspraktische Dinge stehen auf dem Stundenplan, wie zum Beispiel Einkaufen und Hauswirtschaft.
Hierbei können im Laufe der Entwicklung auch die Gruppen gewechselt werden.
Die Altersstufen innerhalb der Klasse können auch variieren, da die Kinder je nach Leistungsspektrum eine Klasse überspringen, oder wiederholen. Rigide Strukturen, wie an normalen Schulen gibt es hier nicht.
Kommt ein Kind nicht mit, ist es besser es dort gezielt zu fördern, als Defizite zu übersehen und es dem Leistungsdruck auszusetzen.
Zudem gibt es verschiedene Sonderschulen mit verschiedenen Schwerpunkten. Es gibt Sonderschulen für die geistige und körperliche Förderung, für soziale und emotionale Förderung, für den Förderschwerpunkt Sehen und Hören, sowie Lernen.
Die Kinder können diese Schulform bis zu ihrem fünfundzwanzigsten Lebensjahr besuchen, in der Regel erreichen die meisten Schüler das Ende ihrer Schullaufbahn aber zwischen 16 und 18 Jahren.
An diesem Zeitpunkt haben die Schüler große Fortschritte gemacht und können aus dem Schulalltag in den Berufsalltag wechseln. Hierbei werden sie je nach Leistungsmöglichkeit eingesetzt und es wird versucht, dass diese ehemaligen Schüler ein eigenes Leben, mit eigener Wohnung etc. aufbauen können.

Grundschule

Blind in GrundschuleSeit Ende der 1960er Jahre existieren in Deutschland Grundschulen. Sie sind die erste verpflichtende Schulform, die Kinder besuchen müssen. In den meisten Bundesländern beinhaltet die Grundschule vier Klassen. Eingeschult werden die Kinder mit 6 Jahren, mit 10 Jahren entscheiden sie sich für eine weiterführende Schule. Lediglich in Berlin und Brandenburg bleiben die Kinder bis zum 12. Lebensjahr zusammen, da die Grundschule dort 6 Klassen kennt.

Aufbau der Grundschule
Aus den 4 bzw. 6 Jahrgängen werden zunächst Klassen gebildet. Die einzelnen Jahrgänge werden jeweils im Klassenverbund unterrichtet. In einigen Bundesländern kann es vorkommen, dass zwei aufeinanderfolgende Jahrgänge zusammengelegt werden, da die Klassengrößen nur klein sind – dies ist aber eher selten der Fall.
Die Zahl der Wochenstunden variiert je nach Klassenstufe. In der ersten Klasse sind die Schüler meist nur vier oder fünf Schulstunden am Tag in der Schule, die jeweils 45 Minuten dauern. Dazu kommen die beiden Pausen, die jeweils nach zwei Unterrichtsstunden folgen. Die Zahl der Wochenstunden steigt je nach Klassenstufe, bis es zuletzt sechs Schulstunden am Tag werden.
In der Grundschule gilt das Klassenlehrerprinzip. Jede Klasse wird von einem Klassenlehrer unterrichtet, der nur zum Musik-, Kunst- und Sportunterricht abgelöst wird. Je nach fachlicher Ausbildung kann er aber auch diese Fächer übernehmen. Die Klasse bleibt entweder für zwei Jahre oder die volle Grundschulzeit bei diesem Klassenlehrer.

Ziel der Grundschule
Auf der Grundschule sollen Kinder erste grundlegende Kenntnisse in verschiedenen Themenbereichen vermittelt bekommen, die für den weiteren Ausbildungsweg sowie das Leben wichtig sind. Dazu gehören mathematische, sachkundliche sowie sprachliche Kenntnisse. Wichtig sind aber auch die musische, künstlerische und ethisch-religiöse Grundausbildung.
Zum Ende der Grundschulzeit sollen Schüler die vier Grundrechenarten, das Einmaleins und verschiedenen Aufgabenformen wie Termen und Textaufgaben begegnet sein. Ziel ist die selbstständige, sichere Anwendung der mathematischen Kenntnisse. Der sachkundliche Unterricht vermittelt Kenntnisse über die eigene Heimatregion, typische Alltagsthemen sowie wichtiges Allgemeinwissen. Im Deutschunterricht sollen sich die Schüler erste grammatikalische Kenntnisse der deutschen Sprache aneignen und lernen, ihre Muttersprache schriftlich einzusetzen. Ziel ist der Aufbau einer korrekten Rechtschreibung und die Gewöhnung an das Schriftformat. Hinzu kommen Musik- und Kunstunterricht sowie die Möglichkeit, sich zwischen Religions- und Ethikunterricht zu entscheiden.
Die Grundschule hat aber auch weitere Ziele. Im Sportunterricht sollen die Kinder Freude an Bewegung kennen lernen. Mittlerweile wird auch die Arbeit am PC fürs weitere Lernen gefördert. Auch die ersten Erfahrungen mit der Demokratie machen die Schüler in der Grundschule: Bei der Wahl des Klassensprechers.