Studiengänge

Es gibt zahllose verschiedene Studiengänge. Diese unterschieden sich zuallererst in der Fachrichtung und auch im Abschluss.
Die Bologna-Reform hat die alten Diplom- und Magisterabschlüsse hinfällig werden lassen. Neben den Staatsexamen, die es (noch) weiterhin vor allem in Medizin und Jura gibt, dominieren Bachelor- und Masterstudiengänge die deutsche Hochschullandschaft.

Bachelor

Als erster berufsqualifizierender Abschluss bietet der Bachelor eine grundlegende akademische Ausbildung im gewählten Studiengang. Je nach Fachrichtung unterscheidet sich auch der Bachelor-Grad.
In den Geistes- und Gesellschaftswissenschaften wird in der Regel der Bachelor of Arts (B.A.) verliehen.
In den Naturwissenschaften und häufig auch in den Wirtschaftswissenschaften lautet das Ziel: Bachelor of Science (B. Sc.).
Um den alten Dipl.Ing. trauert die Ingenieurszunft und muss sich an den Bachelor of Engineering (B. Eng.) gewöhnen.
Mit den Bachelorabschlüssen hat sich die Hochschullandschaft weiter ausdifferenziert. Es gibt neben den klassischen Studiengängen immer häufiger Spezialisten- und sogar Exotenfächer.
Ein beliebter Ausspruch besagt, dass man eigentlich alles studieren könne. So zum Beispiel „Abfallwirtschaft“ oder „Technische Logistik“.

Master

Master lassen sich vor allem in konsekutive und nicht-konsekutive Masterprogramme unterscheiden.
Konsekutive Master schließen an einen fachähnlichen Bachelor an und vertiefen vor allem die bereits erlangten Fähigkeiten und Methodenkenntnisse. Häufig erlaubt der Master auch interessante Kombinationen zu verwandten Disziplinen. So Kann sich ein Biologe etwa auf Biochemie spezialisieren oder ein Ökonom eine Kombination mit Wirtschaftsrecht wählen.

Nicht-konsekutive Master dagegen bauen nicht auf einen speziellen Bachelor auf, sondern vermitteln hingegen Grundlagen eines fachfremden Gebietes. Sehr beliebt ist hierbei der MBA (Master of Business Administration) für Nicht-Wirtschaftswissenschaftler. Aber auch in anderen Bereichen werden nicht-konsekutive Master angeboten.

Fächer

Die Fächervielfalt an deutschen Hochschulen ist, wie gesagt, sehr groß.
Die klassischen Disziplinen sind Medizin, Jura und Theologie. Diese wurden zuerst an Universitäten gelehrt und haben einen konkreten Berufsbezug.
Darüber hinaus gibt es zahlreiche Geisteswissenschaften, die gerade nicht auf eine bestimmte Tätigkeit vorbereiten. So studieren zum Beispiel Philologen (Sprachwissenschaftler) zwar eine Sprache und dazugehörige Kultur – ein konkretes Berufsbild leitet sich daraus aber nicht direkt ab.
Ähnlich verhält es sich auch bei den Sozialwissenschaften, also Soziologie und Politikwissenschaften. Diese beschäftigen sich mit der Gesellschaft, ihren Institutionen und Prozessen. Tätig sind deren Absolventen häufig in Verbänden und öffentlichen Einrichtungen.
Natur-und Ingenieurswissenschaften dagegen bereiten auf ein deutlich konkreteres und häufig auch lukrativeres Berufsbild vor.
Die Wirtschaftswissenschaften, insbesondere BWL (Betriebswirtschaftslehre) vermitteln Kenntnisse, um in Unternehmen Führungspostionen einnehmen zu können.

Wer noch vor der Entscheidung steht, welchen Studiengang er belegen möchte, der möge zur Berufsberatung der Arbeitsagenturen gehen oder einfach in ein (kommentiertes) Vorlesungsverzeichnis einer größeren Universität oder Fachhochschule schauen.

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